Kreativwerkstatt Caritaszentrum Franziskushaus
Das Selbstwertgefühl fördern und stärken, der eigenen Kreativität Raum zur Entfaltung bieten – und nicht zuletzt psychisch kranke Menschen aus ihrer Isolation holen: Das ermöglicht die Kreativwerkstatt des Caritaszentrums Franziskushaus in der Klostergasse 5a. Das niederschwellige Angebot im Gemeinde-Psychiatrischen Zentrum Bergstraße-Ried in Bensheim steht erkrankten sowie nicht-erkrankten Interessierten offen.
Die Bürgerstiftung Bensheim unterstützt die Kreativwerkstatt wie im vergangenen Jahr mit einer Spende von 500 Euro. „Das ist gut angelegtes Geld für ein sehr wertvolles Projekt“, betonten Rolf Hiesinger, der neue Vorsitzender des Stiftungsvorstands, und Christine Klein, Vorsitzende des Stiftungsrats, bei der symbolischen Übergabe am Freitag im Franziskushaus. Die Bürgermeisterin würdigte zudem die Rolle des Caritaszentrums im sozialen Gefüge der Stadtgesellschaft. „Sie haben mit der Kreativwerkstatt ein wichtiges und nachhaltiges Angebot, das wir sehr gerne unterstützen.“
Luisa Götzinger, stellvertretende Leiterin des Caritaszentrums und Leiterin des Gemeinde-Psychiatrischen Zentrums, freute sich über die Zuwendung durch die Stiftung. „Die Kreativwerkstatt wird sehr gut angenommen. Um möglichst wenig Teilhabe-Hindernisse zu schaffen, möchten wir die Teilnahmegebühren so gering wie möglich halten. Wir sind dankbar für jede Spende zur Finanzierung des Angebots.“
Die Kreativwerkstatt ist aus dem zweitätigen Workshop „Mach mal Kunst“ entstanden, den die Vitos-Tagesklinik gemeinsam mit dem Caritaszentrum über viele Jahre ausgerichtet hat. Unter der Leitung von Ergotherapeutin Imke Reichard werden jährlich zehn Termine mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten. Gearbeitet wird dabei mit verschiedenen Materialien wie Speckstein, Ton, Holz oder Papier. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf acht begrenzt.
Neue Gesichter vor allem aus der Bevölkerung sind immer willkommen. Schließlich ist eines der Ziele des Programms auch die Inklusion psychisch erkrankter Menschen sowie der Abbau von Vorurteilen gegenüber psychisch Erkrankten durch ein gemeinsames, kreatives Miteinander. „Woher die Menschen kommen, ob es Patienten der Tagesklinik sind oder von außerhalb, spielt keine Rolle. Es geht darum, einen Rahmen zu geben, um kreativ tätig zu sein“, erläuterte Imke Reichard.
OpernAir
Es ist eines der kulturellen Highlights dieses Bergsträßer Sommers: das OpernAir am Samstag (28.) um 20 Uhr im Fürstenlager. Unter freiem Himmel und in der wundervollen Atmosphäre des Staatsparks werden das Collegium Musicum Bergstraße unter der Leitung von Kushtrim Gashi, ein großer Projektchor, dirigiert von Gregor Knop, und zwei Solisten für musikalische Sternstunden und große Gefühle sorgen. Markus Francke (Tenor), Ensemblemitglied am Theater Ulm, und die Lindenfelserin Emma Kindinger (Sopran) sind dem Bensheimer Publikum aus früheren Auftritten bestens bekannt. Die Moderation übernimmt gewohnt charmant und informativ Cosima Seitz.
Die Bürgerstiftung Bensheim unterstützt den genussvollen Abend auf der Wiese vor dem Herrenhaus mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro an den Veranstalter, den im vergangenen Jahr gegründeten OpernAir-Verein. Anne Dingler, Hanns-Christian Wüstner, Gregor Knop und Kushtrim Gashi aus dem Vorstand bedankten sich bei Rolf Hiesinger, dem Vorsitzenden des Vorstands der Bürgerstiftung, und Bürgermeisterin Christine Klein für die Zuwendung und die städtische Unterstützung in Person von Marco Gremm aus dem Eigenbetrieb Stadtkultur.
„Es wird ein wunderbares Konzert. Das OpernAir bietet erstklassige Unterhaltung in einem sehr schönen Ambiente“, betonte Christine Klein bei der symbolischen Spendenübergabe am Donnerstag. Die Vorsitzende des Stiftungsrats dankte neben allen Beteiligten für ihren ehrenamtlichen Einsatz auch der Landesbehörde Staatliche Schlösser und Gärten für die gute Zusammenarbeit. Rolf Hiesinger sprach von einem „tollen Ereignis vor traumhafter Kulisse, das von der Bürgerstiftung sehr gerne gefördert wird“.
Verein Active Learning
Die Bürgerstiftung Bensheim unterstützt auch im laufenden Schuljahr das erfolgreiche Programm des Vereins Active Learning. Mit einer Fördersumme von 4950 Euro werden neun Patenschaften für Kinder und Jugendliche ermöglicht, die zusätzliche Begleitung im schulischen und persönlichen Alltag benötigen.
Zur symbolischen Spendenübergabe trafen sich an der Geschwister-Scholl-Schule Bürgermeisterin Christine Klein, Rolf Hiesinger, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, Schulleiter Thomas Stricker und Doris Dreßler als Vertreterin des Vereins für den Vorsitzenden Hauke Lerchl. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat sich Active Learning stetig weiterentwickelt. Heute bildet das Personal Coaching das Herzstück der Arbeit. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche aller Schulformen, die aufgrund sozialer oder persönlicher Umstände auf individuelle Unterstützung angewiesen sind.
Im Mittelpunkt steht als digitales Angebot eine 1:1-Förderung, die über klassische Nachhilfe hinausgeht. Neben den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden auch Motivation, Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen und Verlässlichkeit gestärkt. Ziel ist es, junge Menschen nachhaltig zu fördern – schulisch wie persönlich.
Die Ergebnisse sprechen für sich: Eine Evaluation des Schuljahres 2024/25 zeigt, dass alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler spürbare Fortschritte gemacht haben – sowohl in ihren schulischen Leistungen als auch in ihrer persönlichen Entwicklung. Themen wie Selbstbewusstsein, Zukunftsaussichten und verantwortungsvolles und soziales Handeln standen dabei im Zentrum.
„Mit unserem Coaching erreichen wir Kinder und Jugendliche dort, wo sie Unterstützung brauchen – im Unterricht, aber auch in ihrem täglichen Leben. Die Förderung durch die Bürgerstiftung gibt uns die Möglichkeit, noch mehr jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen“, erklärte Doris Dreßler.
Ohne Spenden und finanzielle Hilfen kann ein solches Vorhaben jedoch nicht auf Dauer nur von ehrenamtlichem Engagement und viel Begeisterung für die gute Sache getragen werden. Die Bürgerstiftung hat das Potenzial und die Bedeutung für die Bildungslandschaft und für mehr Bildungsgerechtigkeit bereits vor Jahren erkannt und unterstützt seit 2012 jährlich mit Spenden den Verein. „Active Learning hat sich in der Region fest etabliert und bietet jungen Menschen echte Chancen. Die Unterstützung ist für uns eine Herzensangelegenheit“, betonte Rolf Hiesinger.
Bürgermeisterin Christine Klein, Vorsitzende des Stiftungsrats, hob ebenfalls den Mehrwert hervor: „Active Learning vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit – das ist gut angelegtes Geld und eine Investition in die Zukunft.“ Sie würdigte darüber hinaus den persönlichen Einsatz der Familie Lerchl für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Thomas Stricker wiederum ermutigte Schülerinnen und Schüler, sich als Coaches einzubringen.
Doris Dreßler bedankte sich stellvertretend für den Vorsitzenden herzlich bei der Bürgerstiftung für das erneute Engagement: „Jede Patenschaft bedeutet eine reale Chance auf einen erfolgreichen Bildungsweg und ein selbstbestimmtes Leben.“
Leseförderaktion Stadtbibliothek Bensheim
Mit wirbelnden Flötentönen, lebendigen Stimmen und einer Prise Abenteuer erfüllte das Duo Tonales die Stadtbibliothek Bensheim – und entführte die jungen Gäste direkt in die Welt von „Ronja Räubertochter“. Zwei musikalische Lesungen ließen Astrid Lindgrens Klassiker auf ganz besondere Weise aufleben und verwandelten die Bibliothek in eine Bühne voller Mut, Freundschaft und Magie.
Zu diesem Anlass waren die dritten Klassen der Schillerschule herzlich eingeladen. Die Kinder lauschten gespannt der Geschichte und wurden durch die musikalische Untermalung mitten hinein ins Geschehen versetzt.
Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch eine großzügige Spende der Bürgerstiftung Bensheim in Höhe von 2000 Euro, die der Stadtbibliothek im Rahmen des Projekts „Leseförderung“ zugutekommt. Dank dieser Unterstützung konnte ein besonderes Erlebnis am bundesweiten Vorlesetag geschaffen werden, das Lust aufs Lesen macht und die Fantasie junger Menschen beflügelt.
Bürgermeisterin Christine Klein und Rolf Hiesinger, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, würdigten bei einem Besuch vor Ort die Angebote zur Leseförderung und das Engagement der Mitarbeitenden.
Die Stadtbibliothek bedankte sich herzlich bei der Bürgerstiftung sowie bei den Schwestern Heidrun Wunsch und Marlis Schlüter vom Duo Tonales für einen unvergesslichen Vormittag voller Abenteuer.
Buchkinder AG der Hemsbergschule
Mit großer Freude und berechtigtem Stolz präsentierten die Buchkinder der Hemsbergschule Bensheim ihr gemeinsames Werk "Über Freundschaft". Das Buch entstand im Rahmen der Buchkinder-AG im Schuljahr 2024/2025 und steckt voller Geschichten, die auf liebevolle und lustige Weise die Bedeutung von Freundschaft feiern - Geschichten, die kleine und große Herzen berühren.
Neben weiteren Partnern und Förderern, die das Projekt ermöglicht haben, unterstützte die Bürgerstiftung die Buchkinder AG ebenfalls.
Beim Druckworkshop mit Anne Wenninger vom Schuldruckzentrum Darmstadt waren alle Kinder hochkonzentriert bei der Sache. Mit viel Geduld setzten sie ihre Titel aus winzigen Lettern und druckten
ihre Werke eigenhändig - ein echtes handwerkliches und kreatives Erlebnis.
Nun wurden drei Exemplare des Buches and die Schulbücherei übergeben, so dass zukünftig alle Schülerinnen und Schüler der Hemsbergschule die Geschichten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler ausleihen
und lesen können. Sie spiegeln die individuellen Talente jedes Kindes wider.
Die Buchkinder-AG stärkte nicht nur die Kreativität der teilnehmenden Kinder, sondern förderte auch die Freude am Lesen, Schreiben und gemeinsamen Gestalten.
Textquelle: Förderverein der Hemsbergschule
Ausstellungen Museum Bensheim
Die Bürgerstiftung Bensheim unterstützt das Museum Bensheim in diesem Jahr mit einer großzügigen Spende, mit der überhaupt ermöglicht werden konnte, drei herausragende Sonderausstellungen zu realisieren. Dank dieses Engagements konnten im Jahresverlauf Werke der Künstlerinnen und Künstler Mercedes Helnwein, Brett Seiler und – als aktueller Höhepunkt – Emil Nolde präsentiert werden. Insbesondere die laufende Nolde-Werkschau stößt auf außergewöhnlich großes Interesse und zählt bereits jetzt zu den bestbesuchten Ausstellungen der vergangenen Jahre.
Noch bis zum 1. Februar 2026 zeigt das Museum Bensheim die Sonderausstellung „Emil Nolde – A Private Collection“, die 34 Werke des renommierten Expressionisten Emil Nolde (1867–1956) umfasst. Die Arbeiten stammen aus einer amerikanischen Privatsammlung und waren bislang nur selten öffentlich zu sehen. Nach ihrer ersten Präsentation im Sylt Museum sind sie nun in Bensheim in einer neuen kuratorischen Zusammenstellung erlebbar.
Die Ausstellung vereint Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und ein Ölbild und bietet einen konzentrierten Einblick in Noldes künstlerische Entwicklung sowie seine außergewöhnliche stilistische Bandbreite. Gezeigt werden frühe norddeutsche Landschaften, eindrucksvolle Blätter der Südseereise, selten präsentierte religiöse Szenen und die charakteristisch-grotesken Fantasiegestalten der 1920er-Jahre. Besonders die leuchtkräftigen Aquarelle geben eindrucksvoll Zeugnis von Noldes unverwechselbarem Ausdruckswillen und seiner meisterhaften Farbgestaltung.
Die Schau widmet sich nicht nur der künstlerischen Bedeutung Noldes, sondern beleuchtet auch seine ambivalente Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus. Zwischen Ausgrenzung, Anpassungsversuchen und ideologischer Nähe eröffnet sich ein komplexer Blick auf einen Künstler, der bis heute kontrovers diskutiert wird.
Damit leistet die Ausstellung einen wichtigen Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen und kunsthistorischen Auseinandersetzung über Verantwortung und moralische Haltung von Kunstschaffenden in politisch aufgeladenen Zeiten. Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Galerie Herold Hamburg/Kampen und dem Sylt Museum. Neben der Bürgerstiftung unterstützt auch die Sparkasse Bensheim die Ausstellung.
Bürgermeisterin Christine Klein würdigt die Bedeutung des Hauses: „Das Museum Bensheim ist ein unverzichtbarer Ort der kulturellen Identität unserer Stadt. Es gelingt unserem Museumsleiter Dr. Christoph Breitwieser immer wieder, außergewöhnliche Kunstprojekte nach Bensheim zu holen und damit das kulturelle Angebot der Region zu bereichern. Die aktuelle Nolde-Ausstellung zeigt eindrucksvoll, welch hohe Strahlkraft das Museum besitzt.“
Auch der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Rolf Hiesinger, betont die Motivation hinter der Unterstützung: „Wir fördern das Museum Bensheim sehr bewusst, weil es ein zentraler kultureller Anker unserer Stadt ist. Die herausragende Qualität dieser drei Sonderausstellungen bestätigt diese Entscheidung eindrucksvoll. Die Bürgerstiftung würdigt ausdrücklich die engagierte und professionelle Arbeit des Museumsleiters und seines Teams, die solche Projekte überhaupt erst ermöglichen.“